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Boden: Schlüssel der Ernährung – Zukunft Leben

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Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Flora_of_Tanzania_1098_Nevit.jpg
Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Agroforstwirtschaft#/media/File:Faidherbia_albida.JPG Foto: Marco Schmidt

Algenanzahl:

Pflanzenanzahl:

Fässeranzahl:

Super! Nun musst du kein Phosphor mehr aus dem Berg abbauen, sondern kannst es aus dem Klärschlamm gewinnen. Der Kreislauf ist geschlossen.

Pflanzen brauchen Phosphor für ihr Wachstum, ansonsten gehen deine Erträge zurück!

Phosphor setzt sich im Schlamm am Grund der Seen ab. Ihn zu entfernen hilft, wenigstens kurzfristig, den Bewohnern des Sees.

Algen verbrauchen den Sauerstoff im Wasser und die anderen Bewohner ersticken. Ein kurzfristige Lösung ist es zusätzlichen Sauerstoff in den See zu bringen.

In einer Kläranlage können Abwässer aufgefangen und gereinigt werden.

  • Halte den See sauber
  • Stoppe die Massentierhaltung
  • Stoppe das Anhäufen von Giftstoffen
  • Rette den Fisch

Erschaffe einen neuen Phosphorkreislauf!

Welt retten

Unglaublich!
Du hast den Phosphorkreislauf geschlossen, ohne ein Fass Giftmüll zu produzieren.

Juhu!
Neu anfangen

Tip Top!
Es wird kein Giftmüll mehr produziert und es gibt trotzdem einen geschlossenen Phosphorkreislauf.

Juhu!
Neu anfangen

Gut so!
Du hast es geschafft, den Kreislauf zu schließen, allerdings hat es etwas gedauert und es ist eine Menge Giftmüll entstanden.

OK
Neu anfangen

naja!
Der Kreislauf ist zwar geschlossen, aber du hinterlässt eine gewaltige Menge Giftmüll, welchen du nicht so schnell wieder los wirst...

OK
Neu anfangen

Boden: Schlüssel der Ernährung

Wenn jemand einen Baum fällt, entfernt er drei Sack Hirse aus der Vorratskammer.

Sprichwort der Serer im Sahelgürtel von Senegal

Heilige Bäume

In den Trockenzonen Afrikas sind Bäume heilig. Sie beschatten den Boden und schützen so die wertvolle Feuchtigkeit. Seit zweitausend Jahren pflanzen und züchten die Bauern Akazien. Deren Wurzeln sind von Bakterien besiedelt, die Stickstoff binden und dann als Dünger an das Getreide in der Umgebung liefern. Die Akazienwurzeln halten zudem den Boden fest und verhindern, dass der fruchtbare Humus weggeweht oder fortgeschwemmt wird. Auf diese Weise wurde die karge Erde seit Jahrhunderten bewahrt und sogar verbessert. Das Wissen über die Zusammenhänge von Pflanzen, Boden, Wasser und Nährstoffen wird von Generation zu Generation weitergegeben.

 

Alle Urvölker der Menschheit kennen den Traum vom Leben im Überfluss. Das mythische Füllhorn symbolisiert Glück und Fruchtbarkeit: Es erfüllt alle Wünsche und bringt Lebensmittel hervor; ohne das Zutun des Menschen – und ohne je zu versiegen.

 

„Im Goldenen Zeitalter lebten sorglos in behaglicher Ruhe die Völker. Niemals wund vom schneidenden Pflug, gab freudiger alles die Erde. Bald auch gebar Feldfrüchte der unbeackerte Boden. Rings nun walleten Bäche von Milch und Bäche von Nektar. Rings auch tröpfelte gelb aus grünender Eiche der Honig.“

Ovid: Metamorphosen, 8 n.Chr.

 

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht genug für jedermanns Gier.

Mahatma Gandhi

Fruchtbarkeit durch Agrowälder

Die Menschen besinnen sich heute auf das uralte Wissen. Getreidefelder unter Bäumen, so genannte „Agrowälder“, machen in Afrika oder Indien einst verdorrte Landschaften wieder fruchtbar. Auch in den Industriestaaten setzen wieder mehr Bauern darauf, ihre Äcker durch Gründünger nach der Ernte aufzufrischen. Die Böden werden nicht mehr zu tief umgepflügt, so dass die lebendige Humusschicht dauerhaft erhalten bleibt. Neue Knicks werden angelegt, um die fruchtbare Erde vor Erosion zu schützen, die natürliche Artenvielfalt zu steigern und dadurch die Widerstandsfähigkeit der Kulturpflanzen zu stärken: Je mehr Vögel in den Knicks, desto weniger Schädlinge in den Feldern.

 

Skeptiker fragen: Lassen sich mit derart ökologisch orientierter Landwirtschaft die prognostizierten 10 Milliarden Menschen ernähren? – Vielleicht brauchen wir das gar nicht. Studien zeigen, dass die Geburtenrate automatisch zurückgeht, wenn ein Standard erreicht ist, der das Überleben garantiert und Bildung für alle bereithält. Anders formuliert: Nur wer ums Überleben kämpft, sichert sich durch möglichst viele Kinder ab. Wenn es also gelingt, die globale Schieflage im Lebensstandard auszugleichen, wird sich die Zahl der Menschen insgesamt so einpendeln, dass die Erde sie vertragen – und ernähren – kann.

 

Nahrung ist Energie. Wenn man die Energiebilanz unserer industriellen Landwirtschaft als Ganzes betrachtet, ist sie nicht sehr effektiv und außerdem sehr kostspielig. Nach einer Schätzung der Vereinten Nationen braucht man 5 bis 100 Kalorien an Energie für Traktoren, Dünger und Transport, um 1 Kalorie Lebensmittel herzustellen. Die Bilanz ist negativ, etwa 50 zu 1.

 

Zum Vergleich: Die Azteken vor über 500 Jahren hatten eine deutlich positive Bilanz von 1 zu 3. Mit einer Kalorie Energie erzeugten sie 3 Kalorien Lebensmittel. Wie machten sie das? Sie bauten „schwimmende Gärten“, bedeckten Flöße mit dem fruchtbaren Schlamm aus Seen und bauten darauf ihr Gemüse an. Ohne lange Transportwege und kostspielige Maschinen ernährten sie damit eine Stadt von 300 000 Menschen.

 

Foto: Kulturbaumpark mit Faidherbia albida und Borassus akeassii nahe Banfora in Burkina Faso.

Phosphorkreislauf

Phosphor liegt in der Natur als phosphatreiches Mineral in Gestein gebunden vor. Durch Verwitterung gelangt Phosphor in sehr geringen Mengen in den Boden.

Pflanzen nehmen den Phosphor, den sie für ihr Wachstum brauchen, aus dem Boden auf. Nach dem Tod der Pflanze oder durch das abgeworfene Laub gelangt er wieder in den Boden, wird zersetzt und kann von den Pflanzen erneut aufgenommen werden. Tiere nehmen den lebenswichtigen Phosphor über die Nahrung auf. Überflüssiger Phosphor gelangt über die Ausscheidungen wieder in den Boden. Stirbt das Tier, gelangt der im Körper (z.B. in den Knochen) gespeicherte Phosphor wieder in den Kreislauf.

Auch wir Menschen nehmen Phosphor über die Nahrung auf. Über Schlachtabfälle, Essensreste und unsere Abwässer gelangt der Phosphor wieder in den Kreislauf.

Die landwirtschaftlichen Erträge sollen kontinuierlich steigen, doch das Pflanzenwachstum ist meist durch den im Boden vorhandenen Phosphor begrenzt. Darum wird Phosphor abgebaut und als Dünger auf die Felder gebracht. Beim Phosphorabbau entstehen viele hochgiftige Nebenprodukte.

Phosphor, der von den Pflanzen nicht aufgenommen werden kann, gelangt über die Flüsse in die Seen und Meere. Dem Kreislauf wird mit der Zeit immer mehr Phosphor zugeführt. Heute werden etwa 20 Megatonnen Phosphor im Jahr als mineralischer Dünger abgebaut, wovon die Hälfte in die Gewässer gelangt.

In den Seen und Meeren lässt das Phosphor die Algen stärker wachsen. Bei sehr starkem Algenzuwachs spricht man von einer ‚Algenblüte‘. Sie sondern giftige Stoffe ab, verbrauchen den Sauerstoff und absorbieren das Licht, das für die Photosynthese anderer Pflanzen notwendig ist. Die Lebewesen ersticken, Seen kippen und in der Tiefe der Seen bilden sich Todeszonen.

 

 

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