Klima: Ausgleich der Naturkräfte – Zukunft Leben

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Bild: http://piqs.de/fotos/14654.html Foto: Markus Zahnd

Klima: Ausgleich der Naturkräfte

Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen, zumal dem Herrn Bruder Sonne; er ist der Tag, und du spendest uns das Licht durch ihn. Und schön ist er und strahlend in großem Glanz, dein Sinnbild, o Höchster.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken und heiteren Himmel und jegliches Wetter, durch das du deinen Geschöpfen den Unterhalt gibst.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Wasser, gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch.

Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde, die uns ernährt und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter.

Franz v. Assisi: Sonnengesang, 1225

Klima der Erde

Die ersten Lebewesen, die Sonnenenergie nutzten, waren Pflanzen. Durch Photosynthese verwandeln sie energiearme Stoffe wie Kohlendioxid und Wasser in energiereiche Stoffe wie Kohlehydrate und Zucker. Darüber hinaus produzieren sie Sauerstoff, den Lebewesen zum Atmen brauchen.

 

Pflanzliche Kohlehydrate sind der wichtigste organische Energiespeicher auf der Erde, von ihnen ernähren sich Menschen und Tiere. In deren Stoffwechsel entsteht wiederum Kohlendioxid. Das wird ausgeatmet und steht in Luft und Wasser den Pflanzen wieder zur Verfügung. Der Kreislauf ist geschlossen.

 

Der Kohlenstoffkreislauf prägt auch das Klima unseres Planeten. Die Erde ist von einer Lufthülle umgeben: der Atmosphäre. Ein Gemisch aus Kohlendioxid, Wasserdampf, Methan und Ozon in den unteren Luftschichten wirkt wie das Glasdach auf einem Treibhaus: Es verhindert, dass die Erde zu viel Wärme an das Weltall abgibt. Je mehr dieser „Treibhausgase“ in der Luft sind, also je dichter das Dach, desto wärmer ist es auf der Erde.

Treibhauseffekt

Die Durchschnittstemperatur auf der Erde liegt heute bei 15 Grad – optimal für eine Vielzahl von Lebewesen. Das war nicht immer so. Vor etwa 8.000 Jahren lagen die Temperaturen 2 bis 3 Grad höher. Die Folge damals: Die Gletscher schmolzen weltweit, der Meeresspiegel hob sich, häufige Regenfälle ließen Flüsse und Seen ansteigen, viele Küstendörfer gingen unter.

 

Die meisten Klimaforscher prognostizieren heute dramatisch steigende Temperaturen auf der Erde. Der Anteil der Treibhausgase in der Atmosphäre nimmt zu. Die Menschen haben den Kohlenstoffkreislauf aus dem Gleichgewicht gebracht.

 

Fossile Energie entstand vor Jahrmillionen durch Pflanzenreste, die unter Ablagerungen im Meer und in Mooren zusammengepresst wurden. Damit wurde ein Großteil des Kohlenstoffes dem Kreislauf entzogen. Unter natürlichen Bedingungen bleiben Kohle, Öl und Gas weitgehend im Gestein der Erde eingeschlossen. Erst der Mensch hat begonnen, sie auszugraben und als Energieträger massenhaft zu verbrennen. Zudem wird durch großflächige Brandrodung auch der Kohlenstoff in oberirdischen Speichern, den Bäumen, freigesetzt. Die Folge: Der Anteil von Kohlendioxid in der Luft steigt – und mit ihm die Durchschnittstemperatur der Erde.

 

Schon jetzt gibt es in vielen Regionen mehr Überschwemmungen, mehr Stürme, aber auch längere Dürrezeiten. Immer mehr Menschen flüchten aus ihrer Heimat, da sie sich dort nicht mehr ernähren können. Wissenschaftler sind sich einig: Gelingt es nicht, den seit Jahrzehnten zunehmenden Ausstoß der Treibhausgase schnell zu begrenzen, breiten sich die Wüsten aus und die Meeresspiegel steigen bedrohlich. Allein 13 der 20 größten Städte der Welt liegen direkt an der Küste.

 

Zahlreiche Länder wollen ihre Energieversorgung von fossilen Energiequellen auf erneuerbare Energien umstellen, um den Temperaturanstieg auf der Erde zu stoppen. Je schneller, desto besser. Parallel dazu werden Wälder aufgeforstet und Flächen für Grasland erweitert, um neue Speicher für Kohlendioxid zu schaffen. Es gilt, den Kohlenstoffkreislauf der Erde wieder ins Lot zu bringen.

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