Warning: Parameter 1 to wp_default_scripts() expected to be a reference, value given in /var/www/ud18_91/html/wordpress/wp-includes/plugin.php on line 601

Warning: Parameter 1 to wp_default_styles() expected to be a reference, value given in /var/www/ud18_91/html/wordpress/wp-includes/plugin.php on line 601
Triebkräfte des Lebens – Zukunft Leben

Laden...

Bitte drehe dein Gerät ins Querformat.

Ich brauche Platz zum Wachsen!

Dein Browser oder Gerät ist zu klein,
um die Seite vollständig anzuzeigen.

Ich brauche Platz zum Wachsen!

Dein Browser ist leider nicht in der Lage diese Seite korrekt anzuzeigen.
Du könntest stattdessen die neueste Version von Firefox oder Chrome benutzen.

Ich brauche gute Erde!

Vorheriges Thema:

Die Intelligenz der Vielen

Nächstes Thema:

Klima: Ausgleich der Naturkräfte
Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Solarzelle#/media/File:Solar_Panels.jpg Foto: Fernando Tomás
Bild: http://piqs.de/fotos/115651.html Foto: Reinhard Sandbothe

Triebkräfte
des Lebens

Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom zerlegt worden ist. Die so zerlegten Elemente des Wassers, Wasserstoff und Sauerstoff, werden auf unabsehbare Zeit hinaus die Energieversorgung der Erde sichern.

Das Wasser ist die Kohle der Zukunft.

Jules Verne: Die geheimnisvolle Insel, 1870

Sonne als Energielieferant

Sonnenenergie so zu speichern, dass wir Licht haben, wenn es dunkel ist, stellt längst kein Problem mehr dar. Akkus für den Hausgebrauch und für Solar- und Windparks sind entwickelt und dürften in naher Zukunft auch in größerem Rahmen erschwinglich werden.

 

Vermutlich wird die Energiewende viel schneller gehen als heute prognostiziert. Denn die Investitionskosten für Erneuerbare Energien werden seit Jahren rapide immer günstiger, je mehr Anlagen gebaut werden.

 

Industriebetriebe schaffen ihre eigenen Energiekreisläufe, in dem sie die Abwärme aus ihrer Produktion wiederverwerten und mit Solarenergie koppeln. Überschüssiger Strom kann genutzt werden, um Wasserstoff oder synthetisches Erdgas zu erzeugen – als Antrieb für Fahrzeuge, Generatoren und Maschinen, oder auch zum Heizen.

 

Foto: Solarzellen in Zaragoza in Spanien. 

Jetstreams und ihre Auswirkungen auf unser Klima

Die Energie der Sonne und die schützende Erdatmosphäre sorgen für ein lebensfreundliches Klima auf der Erde.

Da die Sonnenstrahlen in unterschiedlichen Winkeln auf die Erde treffen, nimmt die Temperatur vom Äquator zu den Polen hin ab. Je flacher der Einfallswinkel, desto weniger Energie wird von der Atmosphäre aufgenommen.

Die unterschiedlichen Temperaturverhältnisse zwischen den Breitengraden werden in fünf Bereiche eingeteilt. Wir nennen sie die Klimazonen. Es gibt die Polarzone, die Subpolare Zone, die Gemäßigte Zone, die Subtropische Zone und die Tropen.

Die von der Sonne stark erwärmte Luft verliert an Dichte, dehnt sich aus und steigt nach oben. Die kalte Luft an den Polkappen zieht sich zusammen, hat also eine höhere Dichte und sinkt ab. Es entstehen Hoch- und Tiefdruckgebiete. Diese Druckdifferenzen gleichen sich wieder aus und es bilden sich Winde. Das Polarhoch und das subtropische Hochdruckgebiet werden durch Tiefdruckgürtel voneinander getrennt. Daraus folgen drei atmosphärische Zirkulationssysteme, die für einen stetigen Austausch der Luftmassen sorgen. Diese Systeme nennt man Polar-Zelle, Ferrel-Zelle und Hadley- Zelle. Die Ferrel-Zelle ist das Bindeglied zwischen den Subtropen und den Polen.

Durch Einwirkung der Corioliskraft, welche durch die Erdrotation herbeigeführt wird, werden Winde innerhalb der Polar-, Ferrel-, und Hadley-Zelle in bestimmte Richtungen gelenkt. Auf der Nordhalbkugel findet eine Rechtsablenkung statt und auf der südlichen Halbkugel eine Linksablenkung.

Am Äquator heißen diese Winde Passatwinde. Dabei wird zwischen Nordost-Passat und Südost-Passat unterschieden. Jeweils zwischen dem dreißigsten und sechzigsten Breitengrad der Nord- und Südhalbkugel bilden sich die Westwinde. An Nord- und Südpol entstehen die Ostwinde.

Ein Wind, welcher unser Wetter sehr stark beeinflusst, ist der Polarfrontjetstream. Dieser Jetstream ist ein horizontal verlaufendes Starkwindband von wenigen tausend Kilometern Länge und tritt in der Troposphäre zwischen 8 und 12 tausend Metern Höhe auf. Durch die Erdrotation strömt er von Westen nach Osten und erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 500 km/h, das ist viermal so stark wie ein Orkan. Er sorgt für einen globalen Austausch der polaren Kaltluft und der tropischen Warmluft.

Sind die Temperaturunterschiede extrem, beginnt sich der Jetstream zu verwirbeln. Es bilden sich Schlingen innerhalb dieses Windbandes. Diese Erscheinung, auch als Rossby-Wellen bekannt, wird durch Hindernisse wie Gebirgsketten und ungleichmäßige Landverteilung verstärkt.

Durch das Schmelzen der Arktis werden die Temperaturunterschiede geringer und die Jetstreams verlieren an Energie, was dazu führt, dass sich die Schlingen noch weiter ausdehnen und über längere Zeit an der gleichen Stelle verharren. Warme Luft aus dem Süden wandert weiter nach Norden und kalte Luft vom Nordpol wandert weiter nach Süden.

Wissenschaftler des Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung haben in einer Studie 2014 nachgewiesen, dass das Verharren der Jetstreams mit extremen Wetterereignissen wie langen Dürreperioden oder plötzlichen Wintereinbrüchen einhergeht. Seit dem Jahr 2000 sind ungewöhnlich langsam wandernde Rossby-Wellen von großer Stärke fast doppelt so oft aufgetreten wie zuvor.

"In unserem Rathaus ist es finster!" riefen die Schildbürger.
"Licht ist ein Element wie Wasser", sagte der Hufschmied. "Und da man Wasser in Eimern ins Haus trägt, sollten wir's mit dem Licht genauso machen!"

Am nächsten Tag Schlag 12 trafen sie sich auf dem Marktplatz und schaufelten den Sonnenschein in Eimer und Kessel, Kannen, Töpfe, Fässer und Waschkörbe. Andre hielten leere Kartoffelsäcke ins Sonnenlicht, banden dann die Säcke geschwind zu und schleppten sie ins Rathaus. Dort schütteten sie das Licht ins Dunkel und rannten wieder auf den Markt hinaus. Ein besonders Schlauer fing das Licht in einer Mausefalle.

So trieben sie es bis zum Sonnenuntergang. Dann wischten sie sich den Schweiß von der Stirn und traten gespannt durch das Rathaustor. Sie hielten den Atem an, sie sperrten die Augen auf. Aber im Rathaus war es noch genauso dunkel wie am Tag zuvor.

Nach dem Schwankroman „Die Schiltbürger“, 1597

Erneuerbare Energiequellen

Die Leuchtkraft der Sonne, so schätzen Astronomen, wird noch etwa eine Milliarde Jahre lebensfreundliche Bedingungen auf der Erde garantieren. Von ihr hängt der gesamte Energiekreislauf unseres Planeten ab. Die Sonne erwärmt die Luft, das Wasser und den Erdboden. Im Zusammenspiel mit der Drehung und der Anziehungskraft der Erde und des Mondes entsteht zudem Bewegungsenergie: Wind und Wellen, Flüsse und Meeresströme. All diese Energie ist kostenlos. Die Sonne erzeugt etwa 5.000 Mal mehr Energie, als von uns derzeit verbraucht wird.

 

In einem halben Jahrhundert werden die Menschen sich verwundert die Augen reiben: Wieso sind wir jemals auf die seltsame Idee gekommen, mit ungeheurem Aufwand Kohle, Gas, Uran und Öl aus der Erde zu pressen und über Tausende von Kilometern zu transportieren, anstatt die kostenfreie Energie der Natur direkt vor Ort zu ernten?

Das Hörbuch zur Seite

Erlebe Zukunft Leben auch als Hörbuch. Eine akustische Entdeckungsreise mit aktuellen Ideen über Nachhaltigkeit, Mythen und Zitaten aus der Weltliteratur und authentischen Klängen unseres Planeten.

Zum Hörbuch