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Wasser: Quell des Lebens – Zukunft Leben

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Bild: James Anderson, Creative Commons CC BY-NC-SA 2.0, http://guaminsects.myspecies.info/eol/1287/nojs Foto: James Anderson

Wasser: Quell des Lebens

„Des Menschen Seele gleicht dem Wasser: Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es, und wieder zur Erde muss es, ewig wechselnd.“

Johann Wolfgang von Goethe: Gesang der Geister über den Wassern, 1779

Wasser als Urstoff der Erde

Heute nimmt das Bewusstsein zu, dass der Mensch nicht gegen die Naturkräfte, sondern nur mit ihnen leben kann. Deiche werden eingerissen, um dem Wasser wieder Platz zu schaffen. Hochwasser tragen fruchtbaren Schlamm mit sich, der den Boden verbessert. Sümpfe, ausgreifende Flussarme und Seen bieten Lebensräume für Tiere, die auch dem Menschen als Nahrung dienen. Wasser und Erde bilden eine lebendige Einheit. Deshalb bauen Städteplaner heute ihre Metropolen „durchlässig“, verbinden Wasser und Erde, anstatt zu trennen und zu versiegeln.

 

Zahlreiche Schöpfungsmythen erzählen, dass die Erde aus dem Wasser entstanden ist. Thales, der griechische Philosoph, sah im Wasser den Urstoff, aus dem sich alles Leben entwickelt. Das Geheimnis des Lebens ist bis heute nicht entschlüsselt – aber man weiß, dass die Erde im Ursprung vollständig unter Wasser war. Erst später haben sich die Kontinente erhoben. Der „blaue“ Planet ist noch heute zu 71% mit Wasser bedeckt. Und auch der Mensch besteht zu 70% aus Wasser. Stets hat er die Nähe des Wassers gesucht.

Wasserkreislauf

Der Wasserkreislauf ist dank der Atmosphäre auf unserer Erde unendlich. Treibende Kraft sind die Sonnenstrahlen, die das Wasser von der Erdoberfläche verdunsten lassen. Der Wasserdampf in der Atmosphäre kehrt als Regen auf die Erde zurück. Das Wasser versickert im Boden, trifft auf Seen, Flüsse oder Meere oder wird von den Pflanzen aufgenommen. Das Wasser in der Atmosphäre wird alle 9 Tage komplett ausgetauscht.

Die Gesamtmenge des Wassers des Planeten bleibt immer gleich. Doch es ist ungleich verteilt. Die technischen Wunderwerke des Menschen ließen ihn erträumen, dass er zu jeder Zeit und an jedem Ort Wasser haben könnte. Er züchtete wasserliebende Pflanzen wie Baumwolle in der Steppe und baute Swimmingpools für Touristen in der Wüste.

Heute sind bereits zahlreiche Flüsse versiegt, Seen verschwunden und Grundwasserspeicher leergepumpt. Dabei braucht tiefes Grundwasser 5.000 Jahre, um sich wieder aufzufüllen! Es sollte also nur so viel entnommen werden, wie durch Regen wieder erneuert werden kann – der Rest bildet die Notration der Erde.

Doch es ist nicht zu spät, um Maß zu halten: Die „blaue Revolution“ der Landwirtschaft hat längst begonnen. Sie passt ihre Techniken und ihre Pflanzensorten an das verfügbare Wasser vor Ort an. Der Mensch greift auf uraltes Wissen zurück: Traditionelle Methoden des Regensammelns und der sparsamen Bewässerung lassen selbst Wüstengebiete wieder ergrünen. Bäume fangen in kühlen Nächten selbst in Wüstengebieten Tau auf, der zu Boden tropft. Die Natur hat für fast alle Lebenslagen eine passende Idee.

Ein Mann und seine Familie wurden verfolgt und flüchteten in eine felsige Gegend. Der Mann ließ sich im Schatten einer Felswand nieder und hatte sehr großen Durst. Da sah er plötzlich ein Krokodil, es schaute ihn an, als ob es etwas sagen wollte. Das Krokodil führte ihn zu einem großen Teich und verschwand im Wasser.
Als der Mann seinen Durst gestillt hatte, schaute er sich um, und der Platz gefiel ihm. Er holte seine Familie und baute ein Haus. Ebenso taten es seine Brüder. Und so entstand Bandiagara, die Hauptstadt des Dogonlandes in den Bergen von Mali. Das Krokodil ist den Dogon noch heute heilig.

Afrikanischer Mythos

Der Schwarzkäfer als Lehrer

Die Namib ist eine der trockensten Wüsten der Welt. Doch dank eines kalten Meeresstromes von der nahen Küste tränkt Nebel die Luft. Schwarzkäfer krabbeln dann auf den Kamm der Dünen und machen Kopfstand. An ihrem Hinterteil kondensiert der Nebel, Tropfen bilden sich und rinnen auf ihrem wachsbeschichteten Panzer hinab, direkt in den Mund. Die Käfer trinken Nebel!

 

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die zerklüftete Struktur des Panzers genau so gebaut ist, dass die Tropfen zwar fließen, aber nicht wegwehen oder verdunsten können. Die Forscher stellen nun Stoffbahnen mit dieser Struktur her, die in regenarmen Gebieten den Nebel einfangen.

 

Die Revolution in der Landwirtschaft hat längst begonnen. Sie nimmt die Natur zum Vorbild, die ihre Anpassungsstrategien in Millionen von Jahren entwickelt hat. Sie passt ihre Techniken und ihre Pflanzensorten an das verfügbare Wasser vor Ort an.

 

Foto: Der Schwarzkäfer kann bis zu 40 % seines Körpergewichts an Wasser jeden Tag sammeln.

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